Schwierigkeiten? Schwierigkeiten!

Habe ich Schwierigkeiten in meinem neuen Lebensabschnitt? Nicht eigentlich – und doch….

Ich bin davon ausgegangen, dass der grosse Schritt das Loslassen der alten Stelle ist. Dieser Teil ist mir sehr gut geglückt. Ich habe erst nachher bemerkt, wie gross die Belastung oft war, vor allem in den letzten paar Jahren. Ebenso war ich mir darüber im Klaren, dass die sozialen Kontakte nicht einfach mehr so passieren. Jetzt müssen sie selbst organisiert und angestossen werden.

Doch stelle ich nun fest, dass es da noch weitere Schichten zur Verarbeitung gibt. Die Balance zwischen meinen Hobbys wie musizieren, stricken, laufen und lesen, Haushalt, handwerklichen Tätigkeiten und geistiger Herausforderung will mir noch nicht gelingen.  Ich habe ja zwar noch meinen Montagsjob, wo ich „Büro“ machen darf. Und auch bei der IT-Firma bin ich noch tätig. Doch gerade diese Anstellung hat mir nun gezeigt, dass ich zwar noch gewünscht und geschätzt bin, aber doch nur noch mit einem Bein dazu (zur arbeitenden Bevölkerung) gehöre. Die zweite Entdeckung war, dass ich irgendwie doch noch versucht habe, weiterzuarbeiten – weiter in der alten Welt zu verbleiben. Doch das geht nicht mehr. Als Springerin, wie ich bei der IT-Firma eingestellt bin, ist das noch toll und möglich (die Frage ist „wie lang“), aber sonst bin ich eben pensioniert.

Wie schon einmal geschrieben habe ich bereits eine freiwillige Tätigkeit die unter den Oberbegriff „Begleiten/Betreuen“ geht. Also brauche ich nochmals eine völlig neue Beschäftigung, welche mich geistig fordert. Ich möchte eine Tätigkeit finden, bei welcher ich meine angeeigneten Fähigkeiten in einem ganz neuen Umfeld einsetzen und erweitern kann.

Erkenntnis

Der Mensch im Allgemeinen und ich im Speziellen braucht eine sinnvolle, Sinn stiftende Aufgabe auch nach der Pensionierung.

 

 

Eine Antwort auf „Schwierigkeiten? Schwierigkeiten!

  1. Der Mensch braucht diese sinnstiftenden Elemente IMMER. Völlig unabhängig davon, ob er je von irgendwelchen Tätigkeiten pensioniert wird. Pensionierung an sich ist kein natürlicher Job. Ein Job, von dem man mal pensioniert wird, kann eine ziemliche Ablenkung von dem lebenssinnfindenwollenden Teil in mir sein.
    Es wäre sehr schade, wenn ich
    40 -50 Arbeitsjahre lang – in denen ich ausserdem körperlich sehr vielseitig belastbar war – verhindert war die Sinne zu jagen und finden.

    Gute Jagd und freudige Findung wünsche ich dir weiterhin! 🙂

    Liken

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