Erstens kommt es anders…..

Wenn es anders kommt als gedacht, stellt sich die Frage, wie ich es mir vorgestellt hatte? Ich dachte mir, dass sich so nach sechs Monaten Rentnerdasein mein neues Leben einigermassen eingependelt haben wird. Doch so ist es eben nicht.

Alles was ich bisher geschrieben habe, entspricht meiner Wahrheit. Ich bin glücklich und habe Freude an den Dingen die so passieren in meinem Leben. Und in der Zwischenzeit bin ich auch ausgeruht. So hatte ich es mir in etwa vorgestellt. Doch wenn ich nun in mich hinein höre, stelle ich fest – und das überrascht mich – dass ich bereit bin zu neuen Taten. Mehr noch, ich brauche eine neue Herausforderung!

Nebst meinen Hobbys habe ich einen kleinen Bürojob angenommen – so 10 bis 15 %. Das gefällt mir sehr gut und ich arbeite gerne und gut mit meinem neuen Chef zusammen. Zudem habe ich auch noch vor, Freiwilligenarbeit zu machen. Da laufen die Vorarbeiten auch. Darüber werde ich bald schreiben. Andererseits glaube ich, dass die Hobbys mehr Spass machen, wenn die Zeit ein bisschen eingeschränkt ist. Dann nehme ich mir nämlich die Zeit ganz bewusst. Jetzt vertrödle ich manchmal Zeit irgendwie dumm. Und das finde ich im Nachhinein schade.

Nun gut – also gibt es wohl etwas zu tun, offen zu sein für eben diese gewünschte Herausforderung. Bei mir läuft das nicht gradlinig über den Kopf. Es ist jeweils mehr so wie bei einer Waschmaschine – mal hin und mal her und plötzlich läufts so richtig rund. So ist es mir gerade wieder ergangen. Ich spürte die Energie in mir, noch ohne etwas zu denken. Dann habe ich vor etwas zwei Wochen meine alten Arbeitskolleginnen mit einem Kuchen im Gepäck besucht. Da sagte mir meine Nachfolgerin, dass der IT-Support in der Zwischenzeit schon so zwei bis drei Tage auf sich warten lasse. In mir drin kicherte es: „Glück gehabt, während meiner Zeit ging das in der Regel fix.“ (Waschmaschine hin). Ein paar Tage später habe ich die Zeitung online gelesen und rechts im Bild popt von eben dieser IT-Firma ein Inserat auf. Sie suchen dringend Leute. (Waschmaschine her). Also kommt mir wieder die Bemerkung meiner Nachfolgerin wieder in den Sinn. Und jetzt geht die Waschmaschine in den Schnellgang! Ich könnte dort im Support mitarbeiten. Einen Teil der Programme kenne ich und …. ja, das würde mir Spass machen. Danach kenne und denke ich nichts mehr. Ich schreibe eine Email an den Vizedirektor der Firma, weil ihn kenne und mache ihm das Angebot, bei ihnen mitzuarbeiten.

Gestern nun hatte ich mein Vorstellungsgespräch und es sieht sehr gut aus. In einer Woche sollte ich den Vertrag erhalten. Dann könnte ich im August halbtags mit Arbeiten beginnen. Ich spüre eine grosse Freude in mir. Diese Aufgabe, auch wenn es vorwiegend eine Unterstützung der andern Support-Mitglieder ist, reizt mich. Ich habe keinen Druck mehr, nicht die Verantwortung für die ganze Abteilung wie vorher – einfach eine neue Herausforderung, ein neues Arbeitsumfeld. Für mich ist das richtig toll!

Erkenntnis

Wenn ich offen bin und ohne fixe Vorstellung, kommt plötzlich auf wundersame Weise die Lösung.

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