Altersgerechtes Wohnen

Wenn ich das recht begriffen habe, versteht man so allgemein unter „altersgerechtem Wohnen“, altersgerechtes Wohnen im Alter.

Für mich jedoch war schon immer wichtig, „altersgerecht“ – vielleicht auch „budget- oder lebensphasegerecht“ – zu wohnen. So habe ich in ganz jungen Jahren in einer

Wohnung gelebt, da gab es nur warmes Wasser in der Küche dank eines Durchlauferhitzers. Das WC teilten drei Wohnungen. Badewanne oder Dusche – Fehlanzeige, Waschmaschine – ebenfalls Fehlanzeige. Das gab es einfach nicht. Und heizen durfte ich mit einem Kachelofen. Ich ging damals abends oft einfach ins Bett, denn bis es warm geworden wäre, wäre es ebenfalls Schlafenszeit gewesen. Dankbar war ich, dass ich ab und zu bei einer Freundin baden konnte und auch noch etwas Wäsche waschen durfte. Selbstredend, dass ich in dieser Wohnung nur ein paar Monate – Wintermonate – wohnte. Danach war meine zweite Lehre beendet und ich konnte nach Beginn meiner neuen Stelle auch eine neue Wohnung beziehen.

Später habe ich mit meiner Familie in einem Haus und danach mit den Kindern in der damals schönsten Mietwohnung des Ortes gewohnt. Ja, ein schönes Daheim war und ist mir wichtig.

Als dann meine Tochter auszog, war diese schöne Wohnung einfach zu gross. Ich hätte mehr Möbel und Teppiche kaufen müssen, um weiterhin ein angenehme Atmosphäre zu haben. Doch schon damals dachte ich, dass es wohl eine Entscheidung in die falsche Richtung wäre, noch mehr zu kaufen. Denn es war ja absehbar, dass in ein paar Jahren auch mein Sohn ausziehen würde, und dann brauchte ich definitiv keine so grosse Wohnung mehr.

Als dieser Sohn später in die Lehre kam, war plötzlich die Frage da, ob ich wirklich meine Zukunft in diesem Ort sehe? Am Ende eines interessanten Prozesses stand der Umzug nach St. Gallen. Das bedeutete zwar, dass ich noch ca. zehn Jahre pendeln muss(te). Doch diese Entscheidung habe ich nie bereut. Mein Sohn zog mit mir in die Stadt. Und nach ein paar Jahren bezog er seine eigene Wohnung. Sein Zimmer wurde zum Büro/Gästezimmer.

Nach einiger Zeit fragte ich mich, ob es nach wie vor richtig sei, in dieser Wohnung mit grossem Badezimmer und zwei WC’s zu wohnen. Ich wollte ja nicht immer nur putzen. Und so stand ich also wieder vor der Frage, wie das richtige – das altersgerechte – Wohnen nun aussehe? Möchte ich eine Alters-WG eingehen mit ein paar Freundinnen/Freunden? Die Zeit für diese Wohnform schien noch nicht reif zu sein. Und plötzlich war die Antwort da und es ging genau zwei Wochen bis ich meine neue jetzt optimale Wohnung gefunden hatte. Sie ist kleiner, hat einen Lift und liegt sehr zentral. Im Moment glaube ich, bis zum Ende meiner Tage hier zu wohnen. Doch…

Erkenntnis

will ich offen bleiben und mich vielleicht später der Frage nach dem alters-, budgetgerechten Wohnen erneut stellen.

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